Das Wachstumsziel des Unternehmers by Thomas Kalveram

By Thomas Kalveram

Die Nationalokonomie zahlt seit ca. 30 Jahren die von ihr geschaffenen Lehren einzelwirtschaftlicher Verhaltenswei sen zum gesicherten Bestand ihrer Erkenntnis. Haushalts und Zins theorie sind heute Gegenstand von Grundvorlesun gen und fuhren in den einschlagigen Lehrbuchern eine weit gehend unbehelligte Existenz. Gelegentliche Versuche, diese Ruhe zu storen, haben bei Nichteingeweihten haufig zu dem Vorurteil gefuhrt, Nationalokonomie sei nur eine Sache fur wenige: Die reale Bedeutung, die Haushal- und Zinstheorie fur die Fundierung unternehmerischer Ent scheidung haben konnten, muss leider unerkannt bleiben, wenn die Lehren in den diesbezuglichen Veroffentlichungen zu fleischlosen Formalismen gerinnen. Soweit sich die Betriebswirtschaftslehre als beratende, entscheidungsorientierte Wissenschaft versteht, ist es auch ihre Aufgabe, hier einen neuen Impuls zu geben und sich unter Bezug auf konkrete Entscheidungen des einzel nen dieser Theorien anzunehmen. confident Erfahrungen auf diesem Wege gibt es bereits: Die betriebswirtschaftliehe Kapitaltheorie fusst heute sehr stark auf den Arbeiten Irving Fishers, und dieser Zins theoretiker wird heute schon allgemein zum Besitzstand der Betriebswirtschafts lehre gerechnet. Eine ahnlich fruchtbare version der Theorie des Haushalts steht noch aus. Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, Moglich keiten und Grenzen einer solchen Besitzergreifung im Hin blick auf die notwendige Fundierung von Unternehmerzielen zu diskutieren. Mein verehrter Lehrer, Herr Prof. Dr. Dieter Schneider, unterstutzte das Entstehen dieser Arbeit durch zahlrei che .kritische Anregungen, hierfur sage ich ihm herzlichen Dank. Ebenso bedanke ich mich bei Herrn Prof. Dr. Tycho Seitz fur seine Beratung und die Erstattung des Zweit gutachtens. Inhaltsverzeichnis

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Ökonomie der Nachhaltigkeit: Handlungsfelder für Politik und Wirtschaft

Es wird ein allgemeinverständlicher Überblick über eine Ökonomie der Nachhaltigkeit gegeben. Am Beispiel ausgewählter Handlungsfelder wird dargestellt, wie die ökologischen, ökonomischen und sozialkulturellen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung so verfolgt werden können, dass sie nicht die Grenzen des Umweltraumes verletzen.

Betriebliches Ausbildungswesen

Wissen und Konnen sind eine wesentliche Grundlage fUr die berufliche Leistung. Die Betriebe haben daher immer wieder Ausbildungsaufgaben selbst wahrgenommen, urn das Leistungspotential ihrer Mitarbeiter zu erhalten bzw. zu steigern. Betrieb liches Ausbildungswesen ist in diesem Zusammenhang die Sammelbezeichnung fUr a11e Einrichtungen und MaBnahmen fUr die berufliche Bildung im Betrieb.

Immaterielle Anlagewerte in der höchstrichterlichen Finanzrechtsprechung

Unter welchen Bedingungen immaterielle Anlagewerte handels-und steuerrechtlich bilanzfahig bzw. bilanzpflichtig sind, ist umstritten. Klare gesetzliche Regelungen fehlen; es bleibt in letzter Instanz der ludikatur iiberlassen, was once guy z. B. unter "rechtsahnlichen Werten und sonstigen Vorteilen" ( 244 Abs.

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Dazu auch D. Schneider, Modellvorstellungen zur optimalen Selbstfinanzierung, S. 738 f. 25 unterschritten wird. Eine gewünschte zeitliche Verteilung des Einkommens ist vorzugeben 18 ). In dieser Form gilt das Ziel wiederum für einen Einzelunternehmer. Ein Vermögenswachstum kann nur zwischen dem Beginn und dem Ende des Planungszeitraumes festgestellt werden, eine zeitliche Verteilung des Vermögens, gemessen am Ende der einzelnen Abrechnungsperioden, liegt bei diesem Ziel nicht vor. Wenn Vermögen in einer Wachstumszielsetzung Sachzielkomponente sein soll, sind zwei Fragen zu beantworten: 1.

In: Collection des Principeaux Economistes, Reimpression de l'Edition 1852, Osnabrück 1966, 10. , S. 78-81; Tome II, ebenda, 14. , S. 1218; Fisher, The Theory of Interest, S. 63-65. 58) Vgl. lhelm] Hermann, Staatswirtschaftliche Untersuchungen über Vermögen, Wirtschaft, Produktivität der Arbeiten, Kapital, Preis, Gewinn, Einkommen und Verbrauch. München 1832, zitiert nach dem Neudruck der 3. , Leipzig 1924, S. 299; Georg Schanz, Der Einkommensbegriff und die Einkommensteuergesetze. In: Finanzarchiv, 1.

715 f. 48 i Grenzrenditen für zusätzlich investierte Geldeinheiten ~abnehmende Sollzins --------~--------~~-- Habenzins K1 Abb. 1 1. Entscheidet der Unternehmer nach Grenzrendite gleich Sollzins (Investition bis K1 bei einem verfügbaren Eigenkapitalbetrag kleiner als K1 ), so ist damit ausgesagt, daß seine Entnahmepräferenz nicht größer als der Sollzins sein darf (Entnahmepräferenz = die bei einem bestimmten Kapitaleinsatz aus der Nutzenfunktion ersichtliche Grenzrate der Substitution von zukünftigem durch gegenwärtiges Einkommen), denn die Investition ~rurde dann bei einem kleineren Betrag als K1 abbrechen.

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